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       LB  Klaus Wolschner          Scheinfragen

Modul M7 - Medienkulturpraxis - Journalismus, Schrift-Kultur und Bild-Kultur

 klaus(at)wolschner.de               



 1. Für einen benoteten Leistungsnachweis erwarte ich 
- einen mündlichen Vortrag mit ausführlich begründetem Thesenpapier von ca. 6 Seiten (3 CPs)
- und für 6 CPs zusächlich eine nachfolgende schriftliche Hausarbeit zu dem gewählten Thema

a. Mündlicher Thesen-Vortrag (rund 10 Minuten) : 
Ihre Arbeit wird später viel mit politischer Kommunikation zu tun haben, Sie haben in dem Thesen-Vortrag die Chance, zu üben, was später zu Ihrer Berufs-Routine gehören soll:
AufmerksamkeitSie wollen mit einem überzeugenden Auftritt ihre Zuhörer fesseln und überzeugen. Eine mündliche Rede muss, wenn Sie die Zuhörer erreichen will, etwas ganz anderes sein als ein vorgelesener schriftlicher Text. Sie erleichtern das Verständnis, wenn Sie „erzählen“, wenn Sie Metaphern und Sprachbilder verwenden, wenn Sie wiederholen, zusammenfassen, gliedern.
Die gesprochen Sprache arbeitet mir kurzen Sätzen und mit Verben, ist sparsam mit abstrakten Begriffen und vermeidet Ballungen von Substantiven. Bitte kein „Sprachstyropur” !! (1)
Subjekte sind als Subjekte zu benennen, das Wort „man” für „ich” ist also verboten. Vorgelesene Schrift-Texte laufen immer Gefahr, die Zuhörer zu verlieren.

Die Aufmerksamkeitsspanne beim Zuhören ist begrenzt.    
Nicht so sehr bei guten freien mündlichen Vorträgen.
   

Sie sollten also möglichst frei vortragen, Thesen als Antwort auf die Fragestellung formulieren und diese begründen - etwa so, wie Kommunikationsgenies ihre „Kunden” informieren und beraten, damit die ihnen das Produkt abkaufen. 
Ein Handout erwarte ich nicht (meine Erfahrung ist, dass ein Zettel auf dem Tisch eher die Aufmerksamkeit vom Vortrag ablenken kann).
Stattdessen formulieren Sie ihre drei bis sieben Thesen.
Thesen” sind keine Gliederung, sondern formulieren die Antworten zu der Frage des Themas. Ihre knappen Thesen (eine halbe Seite) brauche ich vor dem mündlichen Vortrag (damit ich weiß, worauf ich mich einstellen muss).
Das hat vier Vorteile:
Kein Hand-out - Ihre ZuhörerInnen müssen zuhören und rascheln nicht mit Ihrem Papier.
Schließlich konzentrieren Sie sich in der Vorbereitung auf die Frage: Was will ich eigentlich rüberbringen?
Und viertens weiß ich vorher, was mich erwartet in Ihrem Vortrag.

Die ausführlichere Begründung als
Thesenpapier” können Sie in den Wochen nach der Diskussion im Kurs formulieren. Für Ihre Unterlagen würde ich diese Thesenpapiere allen senden.
Ihre ZuhörerInnen können später nachlesen, was sie verstanden und gelernt haben sollten.

Meine Literaturtipps auf der Seite www.m.medien-gesellschaft.de sind reine Tipps. Sie sollten auch selbst nach geeigneter Literatur suchen, können gern andere Literatur verwenden.
Ob und wie Literatur-Tipps zu Ihrer Fragestellung passen, entscheiden Sie selbst.
Wenn sie Literatur finden, die ergiebiger ist als meine Tipps, freue ich mich - sagen Sie mir Bescheid!
Wenn Sie während der Erarbeitung Ihres Themas Fragen haben, erreichen Sie mich jederzeit über Mail.

b. Schriftliche Hausarbeit (6 CPs)

Wer sich noch intensiver mit seinem Thema befassen und mehr als die üblichen 3 CPs erwirtschaften will, muss sich nach der Diskussion im Kurs hinsetzen und aus seinem Thema eine schriftliche wissenschaftliche Hausarbeit erarbeiten.
Entscheidend für mich ist die  Art, wie Sie die Antwort auf die Themenstellung begründen bzw. verschiedene mögliche Antworten gegeneinander abwägen. Mehr als 15.000 Zeichen erwarte ich nicht, es darf aber mehr sein.
Sinnvoll ist es für Sie, diese Schriftfassung in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang fertig zu stellen, ich erwarte Ihre Arbeit daher in der Regel spätestens sechs Wochen nach dem mündlichen Vortragstermin. 
Ich lese die Texte auf dem Bildschirm in word (nicht auf Papier, pdfs müsste ich konvertieren)

Klaus Wolschner

1) Mit dem schönen plastischen Wort „Sprach-Styropor“ bezeichnet Valentin Groebner unnötige „Füllworte und Sprachmaterial“, das vor allem eines verrät: Unsicherheit. Groebner über solche studentische Arbeiten:
„Man merkt: Das ist nicht ihre eigene Sprache, sind nicht ihre eigenen Gedanken, sondern es ist eine Parodie von Wissenschaftsdeutsch, voll von gequältem Jargon.“

Groebners Buch „Wissenschaftssprache“ gibt es für 16,90, die Kurzfassung aus dem Spiegel online unter
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/historiker-valentin-groebner-warnt-vor-floskeln-in-der-wissenschaft-a-827197.html

Die formal detaillierten und weitergehenden Hinweise des IPKM zum wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie hier
http://www.ipkm.uni-bremen.de/de/studium/ma-medienkultur/unterlagen-zum-download.html


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